Putzen

Lappen und Schwämme

Viele Putzutensilien sind Einwegprodukte oder werden nur für eine relativ kurze Zeitspanne von uns verwendet. Küchenschwämme- und Lappen sind die klassischen Beispiele. Doch besonders weil wir diese Produkte nur kurzfristig nutzen, sollten wir darauf achten, dass sie aus gut abbaubaren Materialien bestehen. Noch viel sinnvoller wäre es, Materialen zu nutzen, die zusätzlich langlebiger sind als einfache Küchenschwämme. Und hier gibt es taugliche Alternative. Für nur wenige Euro können Spülbürsten in verschiedenen Formen aus Holz gekauft werden. Diese können Einweg-Schwämme problemlos ersetzen. Sie halten jedoch deutlich länger und können, wenn sie dann doch einmal abgenutzt sind, bedeutend besser abgebaut werden. Spüllappen hingegen müssen garnicht erst aus Materialien bestehen, die nach der Nutzung weggeworfen werden. Es gibt Putzlappen aus Baumwolle, die einfach nach einer gewissen Zeit in der Waschmaschine gereinigt und danach wieder verwendet werden können. Die meisten besitzen eine Waschmaschine. Regelmäßig eine Maschine mit Putzutensilien laufen zu lassen ist hier besser, als regelmäßig komplett neue zu kaufen.

Putzmittel

Viele Putzmittel sind chemische Keulen, das merkt man häufig schon ihrem Geruch an. Viele Menschen sind tatsächlich von Haut-und Atemwegreizungen betroffen, wenn sie zu viel Kontakt zu solchen Putzmitteln haben. Der chemische Geruch gibt uns zwar das Gefühl von Sicherheit, dass wir jegliche Verunreinigungen beseitigt haben, notwendig ist das jedoch in den seltensten Fällen. Die meisten Verunreinigungen lassen sich auch mit einfachen Hausmitteln zuverlässig lösen, und die Wirkung vieler chemischer Putzmittel kann auch mit einfachen Mitteln selbst erzeugt werden. Dafür zeigen wir auf der Rezeptseite für Putzmittel einige Beispiele, für die nur vier bis fünf in jedem Supermarkt erhältliche Zutaten nötig sind. Wer seine Putzmittel nicht selbst herstellen möchte, kann auch zu umweltfreundlichen Reinigern greifen (bekannt sind hier beispielsweise die Marken Frosch, Sodasan oder Sonett).

Mülltrennung

Auch wenn Abfallvermeidung vor der Entsorgung steht, sollte man sich Gedanken um die richtige Mülltrennung machen. Viele Abfälle, die letztlich unvermeidbar anfallen, können nur recycelt werden, wenn sie zuvor korrekt getrennt worden sind. Automatische Sortieranlagen können dies nicht so ordentlich wie ein Mensch. Sie können falsche getrennte Abfälle nur bis zu einem gewissen Grad aussortieren, darüber hinaus bleibt der Abfall unsauber, was das Recycling deutlich erschwert. Auch zerstören viele Stoffe ihre Recyclingfähigkeit gegenseitig, wenn sie in im Restmüll zusammenkommen. So wird Papier beispielsweise durch Essensreste im Restmüll verschmutzt, obwohl es für das Recyclen trocken sein müsste.

Was gilt es also bei der Mülltrennung zu beachten? Vieles davon weiß im Grunde jeder: Plastik kommt in die gelbe Tonne, Papier in die blaue und Gemüse in die braune Tonne. Doch darüber hinaus gibt es viele Kleinigkeiten, die oft unbekannt sind, die jedoch für die Recyclingfähigkeit unsere Abfälle eine wichtige Rolle spielen. Die folgenden Informationen entstammen der Internetseite des Nabu (Link).

Gelbe Tonne bzw. die Wertstofftonne

In die gelbe Tonne oder den gelben Sack gehört Verpackungsmüll. Wichtig ist es hierbei zu wissen, dass der sogenannte Grüne Punkt inzwischen keine Bedeutung mehr hat. Allein das Material der Verpackung entscheidet. Das sind Verpackungen aus:

  • Kunststoff (auch Styroporschalen oder Plastikspielzeug)
  • Aluminium
  • Weißblech (Konservendosen)
  • Getränkekartons, die auch Plastik enthalten

Damit die Sortieranlagen das Material erkennen und richtig sortieren können, isz es wichtig verschiedene Kombinationen von Papier/Alu und Plastik möglichst getrennt zu entsorgen. So sollten beispielsweise bei Joghurtbecher die Deckel abgenommen werden. Auch bei vielen Käseverpackungen sollte die Schale vom Deckel abgetrennt entsorgt werden, da sie aus unterschiedlichen Plastiksorten bestehen, die unterschiedlich recycelt werden.

Papier

Altpapier zu nutzen ist deutlich umweltfreundlicher als die Papierherstellung aus frischem Holz, welche enorme Mengen an Wasser und Energie benötigt. In die Papiertonne entsorgt man:

  • Papier
  • Pappe
  • Kartons

Wichtig zu wissen: stark beschichtete Papiere wie Fahrkarten, Backpapier oder auch Quittungen müssen im Restmüll entsorgt werden. Auch Tetrapaks gehören in die gelbe Tonne, da sie Plastik enthalten. Brottüten aus Papier können auch in den Papiermüll. Enthalten sie jedoch Sichtfenster aus Plastik, sollten diese abgetrennt und in der gelben Tonne entsorgt werden. Und grundsätzlich gilt: viele Papiertüten, seien es Einkaufstüten oder Tüten vom Bäcker, lassen sich wieder verwenden. Eine Tüte, in der zuvor nur 5 Brötchen für 20 Minuten transportiert worden sind, kann beim nächsten Bäckerbesuch bedenkenlos nochmals genutzt werde, denn auch ihre Herstullung erfordert große Mengen an Wasser und Energie.

ACHTUNG! Kassenbons sollten nicht in den Papiermüll geworfen werden. Warum das?! Sie werden auf sogenanntes Thermopapier gedruckt, das beschichtet ist. Die Beschichtung besteht aus Bisphenol A (BPA), einem Stoff, dessen Einstufung als „besonders besorgniserregend“ erst kürzlich von einem EU-Gericht bestätigt wurde und der schon lange für seine Schädlichkeit bekannt ist. Befindet sich der Stoff beim Recycling zwischen anderem Altpapier, kann er über die neu hergestellten Recyclingpapiere (z.B. Toilettenpapier) in die Umwelt gelangen.

Glas

In die Glaskontainer gehören nur Glasflaschen und Einweggläser (am besten ohne Deckel). Grundsätzlich gilt jedoch, dass solche Einweggläser aus dem Supermarkt hervorragend auch zuhause wieder verwendet werden können. Man kann beispielsweise selbst gemachte Marmelade in ihnen haltbar aufheben, aber auch Vorräte wie Nudeln, Mehle, Kräuter und Gewürze, können hier ihren Platz finden. Salate und Snacks in Weck-Gläsern sind vielerorts in Restaurants beliebt, selbst gemachte Pausensnacks können in ihnen ebenfalls gut transportiert werden. 

Erst wenn für sie keine Verwendung mehr besteht, sollten sie entsorgt werden. Dann ist es wichtig, sie nicht einfach im Restmüll zu entsorgen, sondern sie zu einem nahe gelegenen Altglascontainer zu bringen. Glas kann fast vollständig recycelt werden. Am Container sollte es dafür farblich sortiert entsorgt werden. Gläser sollten leer sein, spülen muss man sie nicht. In die Container gehören jedoch keine Trinkgläser, Glasplatten für Fenster oder Porzellan oder Keramik.

Biotonne

Bioabfall kann als Rohstoff genutzt werden und liefert in Biogasanlagen aufgrund des hohen Nährstoffgehaltes erhebliche Mengen an Energie. Daher können Küchen- und Grünabfälle hierein entsorgt werden. Es ist wichtig, dass der Biomüll ohne Plastiktüten entsorgt wird. Wer einen eigenen Garten hat, kann auch über eine kleine Kompoststelle nachdenken. Die dort gewonnenen Rohstoffe können dann als Dünger im eigenen Garten verwendet werden.

Restmüll

In diese Tonne kommt, abgesehen von Gefahren- und Problemstoffen wie Batterien, Medikamenten oder Elektrogeräten, alles was nicht in den anderen vier Tonnen untergebracht werden kann. Das sind beispielsweise Fotos, Leder, Katzenstreu, Tapetenreste, Hygieneartikel, Kerzen oder Porzellan.