Bio-Abfall

Plastiktüten gehören nicht in den Bio-Abfall. Doch besonders in großen Städten ist das häufig trotzdem der Fall. Plastiktüten sind bequem, um den Bio-Abfall zu sammeln und ihn auf einem Weg nach draußen eben in der Tonne zu entsorgen. In ländlicheren Gebieten, im Dorf und überall dort, wo eher Häuser bewohnt werden, steht die Abfalltonne meist im Garten, wohin sowieso ein extra Weg zu laufen ist, sodass hier in der Regel seltener Plastik im Bio-Abfall zu finden ist. Plastiktüten im Bio-Abfall sorgen in der Kompostierungsanlage für große Schwierigkeiten. Dafür gibt es eine einfache Lösung und diese ist praktisch, egal ob man nun sowieso keine Plastiktüten für den Bio-Müll verwendet oder die Tüten regelmäßg dafür nutzt. Man macht seinen Bio-Mülleimer einfach selbst! Wie das? Dazu muss man einfach eine alte Zeitung nehmen (beispielsweise einen klassischen Stadtanzeiger oder eine Tageszeitung, die nach dem Gebrauch in der Regel in der Papiertonne landet) und zu einer kleinen Tüte falten. Diese Tüte kann man in der Bio-Tonne auslehren und das Papier daneben in den Papiermüll werden. Das ist bequem und nachhaltiger als Plastiktüten. Wer den Müll vorher in einer Dose gesammelt hat, spart sich so das Reinigen der Dose. Das spart zudem noch etwas Wasser, denn die Zeitungen wäre sowieso in den Müll gewandert. Ihr fragt euch noch, wie genau man so eine Papiertüte faltet? Das ist ganz einfach. Das folgende YouTube-Video zeigt euch, wie es geht: zum Video

Tee ohne Abfall mit dem Teesieb

Tee ist besonders im Winter ein beliebtes Getränk. Und auch im Sommer brüht so mancher sich gerne seinen eigenen Eistee auf. Hierzu gibt es in Discountern und Supermärkten eine große Auswahl an Teesorten. Dort werden die meisten Sorten in Beuteln in Pappschachteln angeboten. Das ist praktisch portioniert, keine Frage! Jedoch sind auch Teebeutel nicht frei von Plastik. Zu einem guten Teil bestehen die Beutel aus Papier, da sich dieses allein jedoch im heißen Wasser auflösen würde, werden zusätzlich häufig Kunststofffasern verarbeitet (vgl. Enorm Magazin, 7. März 2018). In vielen Teebeuteln  -meist pyramidenförmig- wird dieser Kunststoff bereits aus Maisstärke gewonnen, die biologisch abbaubar ist. Das ist jedoch teuer als die ältere Produktionsweise, die man in der Regel bei quadratischen oder runden Beuteln findet. Am umweltfreundlichsten fährt man also in jedem Fall, wenn man auf losen Tee umsteigt. Dieser kann ebenso praktisch portioniert werden, indem man sich für wenige Euros ein kleines Teesieb kauft. So erzeugt man in jedem Fall keinen Abfall, der nicht vollständig biologisch abbaubar ist. Teesiebe gibt beispielsweise bei Edeka bei den Haushaltswaren. In Haushaltswarengeschäften findet man sogar viele sehr kreative und ausgefallene Teesiebvarianten. Losen Tee gibt es (verpackt) ebenso in vielen Supermärkten, unverpackt gibt es eine bunte Auswahl im Unverpackt-Laden in Kaarst oder in Tee-Läden in Neuss und Düsseldorf, wo in der Regel auch eigene Dosen aufgefüllt werden können. Der lose Tee hat im Vergleich zum Beutel noch einen weiteren Vorteil: Teedosen zur Aufbewahrung sind oft weitaus dekorativer als die konventionellen Papp-Schachteln.

Vorräte

Ein buntes Gewirr an Tüten und Pappschachtel, alles in unterschiedlichen Farben und Formen – so sehen gewöhnliche Vorratsschränke aus. Das ist oft nur chaotisch, denn nicht selten fallen Tüten um und verteilen ihren Inhalt im Schrank. Viele Verpackungen sind zudem nicht luftdicht verschließbar, sodass manche Vorräte schnell ihre Qualität verlieren. Noch dazu ist das Verpackungschaos häufig so unübersichtlich, dass man schnell nicht mehr weiß, was und wie viel man eigentlich hat, braucht oder noch nachkaufen sollte. Das allein führt nicht selten dazu, dass Lebensmittel unnötig gekauft werden, verderben oder die Schränke zumüllen. Vorratsdosen sind da deutlich praktischer. Sie sorgen für mehr Übersichtlichkeit, da die Menge des noch vorhandenen Inhalts schnell einsehbar ist und so der eigene Bedarf deutlich leichter abschätzbar wird. Wer einen Unverpackt-Laden in der Nähe hat, kann die Dosen dann auch direkt vor Ort auffüllen und spart sich zuhause das lästige Auspacken, Umfüllen und Verpackungen in den Müll bringen.

Die Dosen auf dem Bild sind aus Plastik!? Stimmt! Solltet ihr solche Dosen besitzen, werft sie nicht weg, solange sie funktionieren. Das wäre die unnötigste Verschwendung von Ressourcen. Ersetzt sie erst durch Dosen aus einem nachhaltigeren Material, wenn die alten Dosen nicht mehr brauchbar sind.